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Veröffentlicht am 21.08.2015 von Nemesis

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Oomph!

Oomph! Wahrheit oder Pflicht

Die Frage, was zuerst da war, die Henne oder das Ei, beantwortet die Musikszene bekanntlich auf ganz eigene Art für sich: Wer am lautesten schreit. Und so haben sich eine Menge Fans der deutschen Band sicher schon des öfteren gefragt, warum Combos wie Rammstein im deutschsprachigen, harten Rock die Nase vorn haben, nach wie vor nicht alle die Qualität von Oomph! erkannt haben. 

Damit scheint es nun endlich vorbei zu sein. „Wahrheit oder Pflicht“ an der Hitsingle „Augen auf“ festzumachen, ist schon als grob fahrlässig zu bezeichnen. Sicher, der Track ist repräsentativ für das ganze Album hinsichtlich der rockig-metallischen Aufmachung, doch findet man auf „Wahrheit oder Pflicht“ eine Menge unterschiedlichster Kompositionen, die auch an anderen Stilrichtungen kratzen, die mit Leichtigkeit Genre-Grenzen überwinden.

Für Fans von Oomph! ist das aber eigentlich nichts Neues, den kreative und inspirierte Köpfe waren die Jungs von jeher. Neben der Gitarrengewichtung, der kraftvollen Produktion und der super intensiven Härte haben die Songs dieses Scheibchens noch eines gemeinsam: Vielschichtige Gefühle. Ob es nun die Melodieläufe sind, Deros Gesang, dezente Piano-Einstreuungen an manchen Stellen gepaart mit richtig fiesen Klampfensounds… Selten ist ein Album derart abwechslungsreich auf der einen Seite und bietet dennoch eine in sich geschlossene Logik. „Augen auf“ mag manche erst auf den Trichter gebracht haben und ist eben ein klasse Ohrwurm – vor allem aber nicht durch die Verwendung typisch chart-gerechter Elemente, sondern in erster Linie durch die Atmosphäre.

Nimmt man dagegen Tracks wie „Tausend neue Lügen, „Tief In Dir“, „Diesmal wirst du sehn“ oder auch „Dein Feuer“ kann man nur zu einem Ergebnis kommen: Welcher Song der beste ist, muß jeder für sich entscheiden, „Augen auf“ ist auf jeden Fall nicht the one and only, hier reiht sich ein Hammersong an den nächsten und das Schönste dabei ist, daß Oomph! mit diesem enorm starken Album Anhänger vieler Stilrichtungen bedienen. Ob es nun die Metal-/Rock-Szene ist, Waver and Gothicfreaks – und eben solche, die entdeckt haben, daß Musik in erster Linie nach Gefühl schreit und durch selbiges in den Songs erst lebendig wird. „Wahrheit oder Pficht“ – dieser Silberling ist Pflicht. (GUN/BMG)

photcredit: L3XLoGiC at German Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

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