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Veröffentlicht am 15.02.2016 von Nemesis

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Portrait Lullacry

Lullacry – ein Portrait der Finnen zu Crucify My Heart

Mit ihrer vierten Scheibe, Crucify My Heart, präsentierten die finnischen Metaller nach dem Weggang von Sänger Tania nun die zweite Tanja in ihren Reihen. Die Lady macht ihren Job bis heute hervorragend, dementsprechend begeistert waren die Mitglieder der Band, wie Basser Heavy erzählt.

Neue Stimme, neues Glück

„Wir hatten schon ein wenig, na ja, Angst nicht gerade, wie die Leute die Tatsache, dass wir eine neue Sängerin hatten, aufnehmen würden. Doch wir erielten die besten Reaktionen unserer gesamten Laufbahn bis dato für diese Scheibe, es lief bei Weitem besser, als wir gedacht hätten. Sicher, der Sound ist nach wie vor Lullacry, doch sind auch einige neue Visionen dazu gekommen, die sich mit Tanja nun verwirklichen ließen. Ihre Vorgängerin war eine kraftvolle Frontfrau und manche meinten, wir würden in der Versenkung verschwinden, wenn wir sie gehen ließen. Doch wir habe alle Lügen gestraft.“

Sie hat dem Sound viele neue Details und Aspekte verliehen, die Musik hat an Tiefe gewonnen.

Heavy ging nicht genauer auf den Grund der Trennung ein, doch kommt ganz deutlich raus, dass die Jungs mit ihrem Neuzuwachs um einiges glücklicher sind. „Besonders zur Release-Party zur neuen Platte waren wir mehr als gespannt, doch es lief bestens. Alle gratulierten uns zu Tanja und fanden die neuen Songs klasse. Wir spielten in einem der größten Clubs hier in Helsinki. Manche nannten sie einen wahren Diamanten. Sicher wird es immer Leute geben, die meckern, aber wir haben bisher nichts Negatives gehört. Wir haben durch sie so viel mehr Power in die Band bekommen. Sie hat dem Sound viele neue Details und Aspekte verliehen, die Musik hat an Tiefe gewonnen.“

„The Autumn“

Wobei man sich auch vorstellen kann, dass ein neues Bandmitglied auch immer wieder einen neuen Motivationsschub mit sich bringt. Doch scheint es den Herren der Schöpfung auch einfacher zu sein, mit ihr zu arbeiten. „Die Kommunikation innerhalb Lullacry´s hat auch gepasst, wodurch das Songwriting unserer Meinung nach ebenso stärker geworden ist.

Entwicklung hin zum Gothic

Wenn wir über die Tracks gesprochen haben, dann nicht nur in der Form, dass wir die Songs analysiert haben, sondern auch insofern, dass Gefühle auf den Tisch kamen, Emotionen, die wir rüberbringen wollten. Auch gab es keine bestimmte Richtung, wie die neue Scheibe klingen sollte – wir hatten lediglich Vorstellungen, was Lullacry verkörpern sollen. Und neben der technischen Weiterentwicklung sind wir diesem Ziel auch einen Schritt näher gekommen.“

Mit ihrer ersten Langrille befand sich die Combo noch im traditionellen Metal, die Vorgängerplatte Be My God zeigte sich als klasse Mischung aus ein wenig Gothic, viel Rock, ebenso traditionellem Metal und wenig Punk. „Es war erst eine Entwicklung vom normalen Heavy Metal hin zum Old School, doch diesmal hatten wir den Sinn von Lullacry tiefer erfasst, ihn treffender gefunden. Die Songs sollten technisch und hinsichtlich der Struktur nicht komplexer sondern vielmehr simpler werden“, erzählte Heavy. Dennoch waren die Stücke auf emotionaler Ebene komplexer geworden. „Woran es liegt, dass die Songs grundsätzlich über mehr Ebenen verfügen, weiß ich nicht. Daran, dass wir mehr zusammen gewachsen sind, kann es kaum liegen, da wir durch den Besetzungswechsel weniger Zeit, die wir in Songwriting, Proben und Aufnahmen investieren konnten.

Fast für jeden Musikfan etwas dabei

Wir wussten, dass wir in kurzer Zeit das Beste herausholen müssten und haben exakt das versucht. Viele Dinge konnten wir im Vorfeld auch gar nicht vorbereiten. Mag sein, dass es an dieser erzwungenen Spontaneität liegt, dass das neue Material tiefer und emotionaler ist. Und auch ein wenig aggressiver und kraftvoller. Gut, die Chemie innerhalb der Band ist nun auf jeden Fall besser, was der Musik auch zu Gute kommt.“ Womit Heavy auch Recht hatte, war die Tatsache, dass diese Platte der Finnen wirklich für jede Laune etwas zu bieten hat.

„Sweet Desire“

„In dieser Richtung lagen meiner Meinung nach bei Be My God noch einige Schwächen. Aber diesmal sind wir hundertprozentig zufrieden und total glücklich.“ Noch glücklicher wäre die Band zu diesem Zeitpunkt gewesen, wenn auch live auch damals schon wieder mehr geboten gewesen wäre. Heavy erinnerte sich an eine Tour mit Edguy und Nostradameus. „Das war wirklich klasse, nur schade, dass wir immer nur zwanzig Minuten spielen konnten. Auf diese kurze Zeit wartet man dann den ganzen Tag. Doch wir haben versucht, das Beste aus dieser kurzen Zeit herauszuholen, was uns auch wichtig ist. Respekt von den Fans muss man sich verdienen und vor allem sollte man vor ihnen Respekt haben.“

Scheibchen der Finnen:

Weeper’s Aeon (Demo)
Sweet Desire
Be My God
Crucify My Heart
Vol. 4

Aktuelle Platte: Where Angels Fear

Derzeitiges Line-up:

Gesang: Tanja Lainio
Gitarre: Sami Vauhkonen
Gitarre: Sauli Kivilahti
Bass: Kimmo „Heavy“ Hiltunen
Schlagzeug: Jukka Outinen

photocredit: https://www.facebook.com/lullacryofficial/photos/pb.32345063791.-2207520000.1455558087./10152384436923792/?type=3&theater

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