Interviews

Veröffentlicht am 23.10.2016 von Nemesis

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Interview Crematory

… über Early Years und anderes

In vielen ist die Thematik des weihnachtlichen Phänomens der Flut an Best-of-Scheibchen schon gut beleuchtet worden. Und wohl kaum ein Künstler fiel mit einer seine Veröffentlichungen in diesen Zeitraum der „Geldschneiderei einerseits und dem Untergehen in der Masse. So traf es auch Crematory mit Early Years, eine Doppel-CD mit Remixes diverser DJs und den älteren Klassikern der Band. Zudem war auch noch eine CD-Rom mit weiteren Überraschungen dabei, mit der man sich ein paar Video-Clips reinziehen kann. Also alles andere als Fanabzocke, den hier kriegt man wirklich was fürs Geld.

Zu dieser Zeit gab es auch irgendwie eine Auseinandersetzung zwischen einem Fan und der Band, schlussendlich eine öffentliche Stellungnahme von Tastenkünstlerin Katrin…

Wie kann ein Künstler nur mal gestresst sein…

Sänger Felix konnte diese Geschichte bis heute nicht so ganz verstehen: „An diesem Tag ging bei uns so ziemlich alles schief. Es war der letzte Tag unserer letzten Tour und wir hatten eh mit dem Zusammenpacken noch Stress. Als dann einer unserer Crew sich auch noch schwer verletzte, waren wir natürlich alle nur mit recht dünnen Nerven ausgestattet.“ Und so kann man es eigentlich auch heute noch verstehen, dass in so einer bescheidenen Situation nervige Personen schon mal angeraunzt werden. Darum dreht sich das ganze Ärgernis. Manchmal möchte man sich also schon fragen, was sich die Leute eigentlich so denken.

„Alles, was wir getan haben, war, dass wir die Leute gebeten haben, uns in Ruhe die Technik usw. einladen zu lassen und uns nicht zu behindern. Zu Handgreiflichkeiten oder so `nem Quatsch ist es nicht gekommen. Wir hatten nur versucht, den Leuten begreiflich zu machen, dass sie uns nicht behindern sollen. Wir hatten diese Sache mit dem angesprochenen Fan mittlerweile aus der Welt geschafft und er hat uns persönlich gegenüber auch nicht das behauptet, was er so in Leserbriefen herum posaunt hatte. Wirr, was aus solchen Lapalien werden kann.“

Nicht begeistert ist Felix auch von manchen Presse-Reaktionen diverser großer Magazine, die einfach relativ wenig Unterstützung für Crematory übrig haben und die Band wahrscheinlich am liebsten ignorieren würden. Wobei man manchmal auch in Sachen Musik-Magazine das Gefühl nicht los wird, es würde sich auch hier immer mehr eine Bild-Fraktion – öh – bilden. Aber das mal beiseite.

„The Fallen“

Nicht auf der Brennsuppe

„Im Rock Hard hieß es zum Beispiel, wir wären technisch nicht sonderlich gut. Sicher gibt es bessere Bands als uns, doch auf der Brennsuppe sind wir auch nicht daher geschwommen. Ob das nun Katrin ist oder unser Drummer Markus: Technisch sind wir alles andere als schlecht. Wir wären auch durchaus in der Lage, komplexe und progressive Songs zu schreiben und zu spielen, doch entspricht dies einfach nicht unserer Vorstellung von der Musik, die wir machen möchten. Wir haben´s halt nicht so mit tausend Breaks.“

Und Crematory haben mittlerweile mehr als bewiesen, wie gut diese Band ist und welch Hammersongs sie zu schreiben und zu spielen in der Lage sind. Wer´s nicht glaubt, hat die derzeit beiden letzten Platten, Pray und Infinity, noch nicht gehört.

„Mehr hat es die Band da schon mit guter Fanbedienung, bietet doch Early Years wirklich um einiges mehr, als das manch andere Compilation diverser Bands tun. „Wir haben mit den letzten Alben einige neue Fans dazu gewonnen, von denen sich bestimmt auch noch nicht alle mit unserem älteren Material beschäftigt haben, und somit die Möglichkeit haben, sich diesen Sachan langsam zu nähern. Und für unsere eingefleischten Fans gibt es eben die CD-Rom mit den Videos und noch eine zweite CD mit älteren Songs im Techno- und ähnlichem Gewand.“

Live in Wacken, 2008

Wobei ich auch sagen muss, dass ich nicht weiß, ob ich diese Eletronic-Versionen lieben oder hassen soll. Ich lege mich zwar nicht nur auf eine Musikrichtung fest, wenn es darum geht, was ich höre, aber mit Techno und so habe ich es eigentlich überhaupt nicht. Nur in diesem Fall kommt die Kombination aus Techno und Gothic schon sehr gut.“ Man will gar nicht, aber trotzdem tippelt man mit den Fingern mit.

Gründungs-Line-up:

Gesang: Gerhard „Felix“ Stass
Gitarre: Lothar „Lotte“ Först
Schlagzeug: Markus Jüllich
Keyboard: Katrin Jüllich (geb. Goger)
Bass: Marc Zimmer

Aktuelles Line-up:

Gesang: Gerhard „Felix“ Stass
Bass: Harald Heine
Schlagzeug: Markus Jüllich
Keyboard: Katrin Jüllich

Studio-Platten:

Transmigration
…Just Dreaming
Illusions
Crematory
Awake
Act Seven
Believe
Revolution
Klagebilder
Pray
Infinity

Aktuelle Platte:

Antiserum

Livealben und Kompilationen:

„Live …“ at the Out of the Dark Festivals
Early Years
Remind
Live Revolution
Black Pearls

photocredit: By Lilly M (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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